Studie Informationswertanalyse
08.04.2000
 
Eine Methodik zur Ermittlung des Wertschöpfungspotentials in GI-Systemen

www.IT-Research.net     Durch den Einsatz von (Geo-) Informationssystemen sind in den letzten Jahren umfangreiche Informations- bzw. Datenmengen angehäuft worden, die einen erheblichen Wert darstellen und in Unternehmen eigentlich zum Anlagevermögen zählen müßten. Die Ressource Information wird sogar als der wichtigste Produktionsfaktor des 21. Jahrhunderts angesehen.

Mit der vorliegenden Untersuchung wurde eine Methodik entwickelt, die einen Zugang zum Wert von - in diesem Fall - raumbezogenen Informationen ermöglicht und zudem brachliegende Potentiale zur Steigerung der Wertschöpfung vorhandener Datenbestände aufzeigen hilft. Mit der Informationswertanalyse (IWA) ist eine Methode gefunden worden, den Wert einer Information nicht aus seinem Produktionsprozeß (vorgeschaltete Prozesse) sondern aus der Summe der tatsächlichen und potentiellen Nutzungen (nachfolgenden Prozesse) heraus zu ermitteln. Die Methodik kann auch auf andere IT-Bereiche, wie z.B. auf die Data-Warehouse-Technologie, angewandt werden.

Warum ist diese Studie wichtig?

  • Obwohl die Ressource Information als der wichtigste Produktionsfaktor des 21. Jahrhunderts angesehen wird und Unternehmen und öffentliche Hand mit zum Teil extrem hohem Aufwand umfangreiche Informationssammlungen erstellt haben, die einen erheblichen materiellen und strategischen Wert besitzen, fehlt es bislang an geeigneten Methoden zur Bewertung dieses "Vermögens".
  • Um die notwendigen Entscheidungen zur Neuausrichtung des Unternehmensstrategien treffen zu können, müssen solide Entscheidungsgrundlagen zur (wirtschaftlichen) Beurteilung bestehender und neuer Geschäftsfelder erstellt werden.
  • Bisher übliche Methoden, wie etwa Wirtschaftlichkeitsberechnungen oder Kosten-Nutzen-Analysen, setzen den Fokus ausschließlich auf die Produktionsseite (Herstellungskosten) und vernachlässigen dabei nahezu vollständig die Nachfrageseite.
  • Der Nutzen der Informationswertanalyse ist wesentlich höher als bei dem klassischen organisations-optimierenden Vorgehen, weil sie direkt an der Dienstleistung Information und ihren bestimmenden Faktoren ansetzt. Im Mittelpunkt der IWA steht das Zusammenwirken von Prozessen und Informationen.


Die in dieser Studie beschriebene Informationswertanalyse kann:

  • dem Management die notwendige Entscheidungsgrundlage bei der strategischen Neuausrichtung
  • ihrer Unternehmensziele und der Beurteilung bestehender und neuer Geschäftsfelder liefern,
  • Hinweise für das Management geben, wo brachliegende Potentiale besser ausgenutzt werden
  • müßten,
  • den Betreibern der Informationssysteme eine deutlich bessere Einsicht in den Wert der
  • Ergebnisse ihrer Tätigkeit ermöglichen und somit eine Argumentationshilfe nicht zuletzt auch
  • gegenüber dem Management liefern,
  • Motivation bei den potentiellen Anwendern zur besseren Nutzung der verfügbaren Informationen
erzeugen und die Kommunikation zwischen Anbietern und Nutzern der Informationen anregen.

An der Studie haben folgende Autoren mitgewirkt?

  • Thorsten Frerk ist Diplom Geograph und arbeitet seit 1995 als Berater für verschiedene GIS-Firmen. Derzeit ist er in den Bereichen Geo-Marketing, Vertriebsplanung und -optimierung bei der PTV AG in Karlsruhe tätig. Er hat 1998 im Auftrag von CSC Ploenzke bei der Entwicklung der IWA und der Durchführung der Untersuchungen in der Praxis maßgeblich mitgewirkt.
  • Dr. Klaus Greve ist seit 1996 Professor für GIS und Fernerkundung an den >a href="http://www.giub.uni-bonn.de">Geographischen Instituten der Universität Bonn. Er verfügt über langjährige Erfahrungen als IT-Verantwortlicher und Projektleiter für raumbezogene Informationssysteme in der Praxis. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Umweltinformationssysteme und Einsatz von GIS in Intranet und Internet. Zusammen mit Roland Stahl wirkt er als Herausgeber des GIS-Tutorials im Internet. Neben Tätigkeiten als GIS-Forscher und Hochschullehrer berät Prof. Greve verschiedene Organisationen bei der Verbesserung der Inwertsetzung ihrer IT-Systeme.
  • Jörg Kolb ist Diplom Geograph und seit 1998 bei CSC Ploenzke beschäftigt. Er hat wesentlich bei der Entwicklung der IWA und der Durchführung der Untersuchungen in der Praxis mitgewirkt.
  • Roland Stahl ist seit 1997 als Projektleiter für GIS-Projekte und als Themenverantwortlicher Geo-Informationssysteme für CSC Ploenzke tätig. Er ist langjähriger Kenner der raumbezogenen Informationstechnologie und gemeinsam mit Prof. Greve Herausgeber des GIS-Tutorial im Internet. Derzeit arbeitet er als Projektleiter eines GIS-Großprojekts, dessen Aufgabe es ist, ganz im Sinne der IWA-Zielsetzung, bisher singulär genutzte Daten in (Mehr-)Wert zu setzen.
Die Studie ist 1999 bei IT Research in deutscher Sprache erschienen, hat einen Umfang von 160 Seiten. Der Preis beträgt Euro 950,00 (DM 1858,04) zzgl. MwSt.
 
Weitere Informationen: http://www.IT-Research.net/de/reports/desc/itriwa.html
Quelle: www.IT-Research.net

 

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