GIS-Austauschformate ...

Einheitliche Datenbankschnittstelle (EDBS)

Das Austauschformat der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen Deutschlands

 
 

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Übersicht
 
Bezeichnung Einheitliche Datenbankschnittstelle
Allgemeine Beschreibung: Die EDBS dient als Schnittstelle zur Übergabe von ALK- und ATKIS-Daten
Bedeutung
  • für ALK: Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein
  • ATKIS-Daten werden von allen Bundesländern (bis auf das Saarland) in EDBS-Form angeboten.
Struktur vektororientiert, mit vollständiger Topologie
Historie  
Zuständigkeit Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen Deutschlands sowie
Vertrieb der analogen Ausgabe der EDBS-Beschreibung durch
LGN
Landesvermessung + Geobasisinformation Niedersachsen
Landesbetrieb
Podbielskistraße 331
30659 Hannover
  • Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), 1989: ATKIS-Gesamtdokumentation. Stand 1. 9. 1989, Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn 
  • AG Hannover im Vorhaben ALK, 1986: Einheitliche Datenbankschnittstelle, Stand 01.05.1986, Nds. Landesverwaltungsamt - Landesvermessung -, Hannover 
  • Weiter Informationen sind erhältich bei Hessischen Landesvermessungsamt
Siehe Abschnitt Literatur

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Grundlagen

Zur Entschärfung der Probleme des Datenaustausches gibt es verschiedene Ansätze zur Definition eines systemunabhängiges Schnittstellenformats (vgl. [Moegerle 1993, Ramirez 1991]. Im GIS-Bereich konnten sich noch keine allgemein gültigen Schnittstellenstandards durchsetzen, es haben sich allerdings länderspezifische Standards entwickelt. Im nordamerikanischen Raum sind die Ansätze des U.S. Geological Survey mit dem Spatial Data Transfer Standard (SDTS), des Federal Geographic Data Committee mit dem Content Standards for Spatial Metadata (FGDC 1994) sowie die Ansätze in Kanada zu nennen.

Für die Bundesrepublik Deutschland stellt die für den Austausch von ALK- und ATKIS-Daten konzipierte Einheitliche Datenbankschnittstelle (EDBS) einen Standard dar [ALK 1986]. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. In Baden-Württemberg werden Daten des Landesvermessungsamtes bislang im SICAD-SQD-Format oder BGRUND-Format [Baden 1990] bereitgestellt. In Bayern steht neben dem SQD-Format das DFK-Schnittstellenformat zur Verfügung [Bayern 1993]; mittlerweile wird auch dort das EDBS-Format unterstützt.

Die Definition der EDBS erfolgte im Rahmen des Gesamtsystems "Automatisierung der Liegenschaftskarte" (ALK-System), das aus einem Verarbeitungsteil und dem ALK-Datenbankteil besteht. Als Schnittstelle zwischen ALK-Datenbankteil und Verarbeitungsteil wird die EDBS festgelegt. Sie ermöglicht es, die Daten für die Einrichtung, Fortführung und Benutzung von ALK-Information, die zwischen Verarbeitungsteil und ALK-Datenbankteil ausgetauscht werden, in flexibler Weise zu definieren. Dies geschieht auf der Grundlage logischer Datenstrukturen oder Strukturen, die durch Transformationen auf die logischen Datenstrukturen zurückgeführt werden können.

Die EDBS unterstützt daneben das Verfahren Bezieher Sekundärnachweis ( http://www.vkv-ni.de/allgemein/druckschriften/bezieher_sekundaernachweis.pdf)

Für Unternehmen oder Gebietskörperschaften, die ALK-Daten nicht nur projektbezogen benutzen, sondern für eigene Zwecke Sekundärdatenbestände (Kopien der Originaldaten) halten wollen, ist es zweckmäßig, diese über das Verfahren Bezieher Sekundärnachweis (BZSN) zur Verfügung zu stellen. Ein solcher Sekundärdatenbestand stellt eine Kopie des an anderer Stelle geführten Originals dar. wobei benutzerspezifische Einschränkungen möglich sind.

Bei der Einrichtung eines BZSN (Erstausstattung) wird zunächst der komplette im Sekundärnachweis zu führende Bestand aus dem Primärdatenbestand "kopiert". Danach werden bei Änderungen im Primärdatenbestand nur diese Änderungen an den Sekundärnachweis übergeben.

Damit Fortführungsaufträge für einen Sekundärnachweis erzeugt werden können, müssen im Primärdatenbestand Veränderungen bezieherweise gespeichert werden. Diese Veränderungshinweise werden mit dem Programm "Bezieher Sekundärnachweis" in zeitlichen Abständen zum Erzeugen eines BZSN-Fortführungsauftrages ausgewertet.



 
 
Formatbeschreibung

Aufbau des EDBS-Auftrags

Die Einheit für den Datenaustausch ist der EDBS-Auftrag. Er besteht aus zwei oder mehreren EDBS-Sätzen, Mindestinhalte sind der Auftragskennsatz und der Auftragsendesatz. Der erste Satz ist immer der Auftragskennsatz. Er kennzeichnet den Beginn eines EDBS-Auftrags und enthält Auftragskenndaten, die die Verarbeitung des Auftrags im ALK-Datenbankteil steuern oder kennzeichnen. Nachfolgende EDBS-Sätze können enthalten: Der letzte EDBS-Satz eines EDBS-Auftrags ist der Auftragsendesatz. Er bildet zusammen mit dem Auftragskennsatz die formelle Klammer für die Übergabe der fachlichen Daten.

Werden Daten aus der ALK-Datenbank bereitgestellt (Ausgabe), bilden die Daten eines oder mehrerer EDBS-Sätze eine Einheit. Werden Daten vom Verarbeitungsteil an die Datenbank übergeben (Eingabe), bilden die Daten jedes Satzes eine Einheit.

Ein EDBS-Satz hat eine maximale Länge von 2000 Bytes und besteht aus mehreren Parametern:
 
 
SA Der Parameter "Anfang des EDBS-Satzes (SA)" hat eine feste Länge von 4 Bytes. Er kennzeichnet den Anfang des EDBS-Satzes und ist fest mit der Zeichenfolge "EDBS" belegt
SL Der Parameter "Länge des EDBS-Satzes und Anfangsadresse des Suchkriteriums (SL)" hat eine feste Länge von 8 Byte. Die Positionen 1 - 4 beinhalten die Länge des nach SA und SL folgenden EDBS-Satzes. Die Anfangsadresse des Suchkriteriums wird in den übrigen 4 Byte abgelegt. Ist das Suchkriterium nicht vorhanden, wird die Anfangsadresse mit "0000" belegt
OP Der "Operationsschlüssel (OP)" mit seiner festen Länge von 4 Byte steuert die Verarbeitung des übergebenen EDBS-Satzes bzw. kennzeichnet die Art der ausgegebenen Daten. Die Operationen können in die folgenden Gruppen eingeteilt werden: 
  • allgemeine Auftragsorganisation (Auftragsbeginn und -ende), 
  • spezielle Auftragsorganisation zur Steuerung der Verarbeitung spezieller Routinen der Fortführungs- und Benutzungsverarbeitung der Primärdateien: OTEX, OTRP, OGEO; zur Übergabe von beliebigen Textdaten: VLKZ, VLVS, VINF), 
  • Auftragsverwaltung (Überwachung und Verwaltung der EDBS-Aufträge), 
  • Benutzung der Primärdateien (Ausgeben von Daten aus Grundrißdatei, Punktdatei, Datei der Messungselemente: BSPE (Benutzung, Lesen von Speicherungseinheiten), BOBI, BALL, BINF, BKRT(Einbettrechteck der gelesenen Daten)), 
  • Fortführung der Primärdateien (Eingabe von Fortführungsdaten zur Eintragung, Veränderung und Löschung von Objekten, Punkten oder Meßeinheiten: FEIN, FLOE, FLAG),
  • Verarbeitungsprotokoll zur Ausgabe des Verarbeitungsprotokolls bei Aufträgen zur Auftragsverwaltung, zur Benutzung und Fortführung der Primärdateien: PROT
Die Operationsschlüssel lassen sich durch ihren Anfangsbuchstaben einer dieser Gruppen eindeutig zugeordnen.
QU Mit einer Länge von 12 Byte legt der "Quittungs- und Editierschlüssel (QU)" die EDBS-Satznummer fest (Byte 1 - 6), vermerkt die Editier-/Zugehörigkeitsfunktion (Byte 7 -8) und quittiert bei der Ausgabe die ordnungsgemäße Verarbeitung des EDBS-Satzes (Byte 9 - 12). In Abhängigkeit vom Parameter OP ist die EDBS-Satznummer mit Nullen aufgefüllt, enthält eine eindeutige Satznummer oder einen Verweis auf Daten des Verarbeitungsauftrags. Über den Editierschlüssel ist es möglich, jeden Eingabesatz eiens bereits im Auftragsbuch gespeicherten Datenbankauftrags zu verändern oder zu löschen oder weitere EDBS-Sätze einzufügen. Über den Zugehörigkeitsschlüssel ist es möglich, die Begrenzung der EDBS-Sätze auf 2000 Byte zu überwinden und den Informationsgehalt auf mehrere EDBS-Sätze aufzuteilen ("": keine Zugehörigkeit, "A ": Anfangssatz, "F ": Folgesatz, "E ": Endesatz). Der Quittungsschlüssel ist bei der Eingabe standardmäßig mit Nullen aufgefüllt, bei der Ausgabe ist er in Abhängigkeit vom Parameter OP bzw. vom der möglicherweisen fehlerhaften Verarbeitung belegt.
IN Über den Parameter "Name der Information (IN)" wird in 8 Byte Länge der Name einer Dateneinheit nachgewiesen. Er bezeichnet in der Regel die Dateneinheit, die im Parameter II übergeben wird. Ein Grundbestand an Informationsnamen wird dem ALK-System in der Grundinitialisierung bekanntgemacht. Bei Informationsnamen lassen sich reservierte Informationsnamen, die in der EDBS mit einer festen Bedeutung versehen sind, und Informationsnamen für Benutzer unterscheiden. Die Namensvergabe unterliegt dabei bestimmten Konventionen. 

ULO8ALK ULPUNN
+------------+ +------------+

¦ +------+¦¦+-. Kennung des ¦ +------+¦¦+-. gesamte

¦ ¦ +---+. führenden ¦ ¦ +---+. Struktur

¦ ¦ . Aggregats ¦ ¦ .

¦ . Grundriß-(Objekt-)Datei ¦ . Punktdatei

. Liegenschaftskataster . Liegenschaftskataster

Standardagggregat Standardagggregat

Die Informationsnamen ändern sich in Abhängigkeit vom Operationsschlüssel:
 

Bezeichnung Inhalt
IN ULQA0000 für AKND; 
IBENKRT für BKRT; 
ULOTEX für OTEX; 
ULO8ALK - für FEIN; 
ULOBNN für BSPE, FEIN; 
DLOB2005 für FLOE; 
ULODATUM für FGEO; 
ULOVEKDW für FGEO; 
Leerzeichen für AEND; 
II Der Parameter "Inhalt der Information (II)" enthält mit variabler Länge eine Menge von Daten in einer genau strukturierten Form für die im Parameter IN bezeichneten Dateneinheit. Durch sie können die Datenelemente der logischen Datenstruktur direkt oder indirekt (über Feldtransformationen oder über strukturelle Transformationen) angesprochen werden. 

Die Informationsinhalte ändern sich in Abhängigkeit vom Operationsschlüssel:
 

Bezeichnung Inhalt
II Satzart für AKND; 
Textsatz für OTEX; 
Einbettrechteck für BKRT; 
Grundrißeinheit ULOBNN oder ULO8ALK für FEIN oder ULOBNN für BSPE; 
Dateneinheit Änderungsdatum für FGEO; 
Fortführungseinheit über Geometrieangaben für FGEO; 
nicht belegt für die Satzarten FLOE und AKND; 
Suchkriterium; belegt in den Satzarten AKND und FLOE; 

Als Dateneinheit kommen Datenelemente oder Datenaggregate (teilweise auch "Datengruppe" genannt) in Frage. 

  • Datenelemente sind die kleinsten, in der logischen Datenstruktur beschriebenen und ansprechbaren Dateneinheiten. 
  • Es treten zwei Arten von Datenaggregaten auf. Elementare Datenaggregate fassen Datenelemente zusammen, komplexe Datenaggregate beinhalten elementare Datenaggregate und/oder komplexe Datenaggregate. Dem Datenaggregat ist eine Werteliste zugeordnet. Da Datenaggregate mehrfach auftreten können, wird ihre Anzahl durch einen Wiederholungsfaktor (vierstellig, Leerstellen mit Nullen gefüllt, z.B. "0001") gekennzeichnet. Die Glieder der Werteliste können Daten zu einem Datenelement oder Daten zu einem untergeordneten elementaren oder komplexen Datenaggregats sein und müssen in einer dem System bekanntgemachten Reihenfolge übergeben werden. Zur Einhaltung der Struktur sind fehlende Datenaggregate durch den Wiederholungskator "0000" zu kennzeichnen. Bei hierarchischen Abhängigkeiten kann nur ein Datenaggregat mit hierarchisch direkt abhängigen Datenaggregaten zu einem neuen komplexen Datenaggregat zusammengefaßt werden. So erklärt sich auf das Auftreten von Wiederholungsfaktoren, die identisch 1 sind, innerhalb der Wertelisten. 
SK Der Parameter "Suchkriterium (SK)" hat eine variable Länge. Bei der Ausgabe ist er außer bei der EDBS-Auftragsart "E", Anfordern Eingabe, nicht belegt. Bei der Eingabe hat er in Abhängigkeit von OP unterschiedliche Bedeutungen (z.B. Position, bei der Daten eingefügt, verändert oder gelöscht werden sollen). Er dient bei der Eingabe eines EDBS-Auftrags der Übergabe  des der Dienststelle zugeordneten Paßwortes.

Das Suchkriterium besteht im allgemeinen Fall aus mehreren Suchlisten für geometrische (gebietsbezogene) und fachliche Suchbedingungen, die Bedingungen für den Inhalt von Dateneinheiten festlegen. 

Die fachlichen Suchlisten sind unter Berücksichtigung des hierarchischen Aufbaus der logischen Datenstruktur zu ordnen und müssen den in [ALK 1986, Abschnitt 4.6] vorgegebenen Grundsätzen genügen. 

Bei geometrischen Suchlisten können Suchbereiche untereinander sowie mit Abstandsangaben verknüpft werden. Dei geometrischen Suchausdrücke bestehen aus Vergleichsnamen, Vergleichsoperator und Vergleichswert. Der Vergleichsname bezeichnet die im Vergleichswert übergebene Information. Dabei werden wieder reservierte Informationsnamen der Länge 8 Byte verwendet, beispielsweise ULOBJKOO für die Angabe von Objektnamen oder ULPUNKT für die Angabe von Punktkennzeichen für einen oder mehrere Punkte des geometrischen Suchbereichs. Der Vergleichsoperator (2 Byte) kennzeichnet die geometrische Form des Suchbereichs, z.B. OU für Objektumring, UP für Umringspolygon. Der Vergleichswert hat variable Länge und muß dem Vergleichsnamen entsprechend aufgebaut sein.

Daten der speziellen Auftragsorganisation

Die Operationen der 'Allgemeinen Auftragsorganisation' kennzeichnen die Einheit EDBS-Auftrag. Der Beginn und das Ende eines EDBS-Auftrags sind durch den Auftragskennsatz und den Auftragsendesatz bestimmt. Außerdem werden im Auftragskennsatz Daten übergeben, die die Verarbeitung des Auftragsim Datenbankteil steuern oder kennzeichnen.

Für die allgemeine Auftragsorganisation werden beschrieben

der Auftragskennsatz (Nr. 5.1)
der Auftragsendesatz (Nr. 5.2)

Die Datengruppe "Auftragskenndaten" tritt genau einmal in der Dateneinheit auf.
 
 

Pos Länge Inhalt
1 4 Konstante 'EDBS'
5 4 Länge des EDBS-Satzes ab Pos.13, Maximalwert 1988
9 4 Konstante '0000'
13 4 Operationsschlüssel: 'AKND' : Auftragskennsatz
17 6 EDBS-Satznummer bezogen auf die Benutzungsanforderung
23 2 Folgesatzkennung 

'__' : EDBS-Satz abgeschlossen
'A_' : Anfang-
'F_' : Folge-
'E_ ' : Ende-Satz zusammengehörender EDBS-Sätze

25 4 Konstante '0000'
29 8 Informationsname (IN): IULQA0000
37 258
Informationsinhalt (II)

Die Datengruppe besteht aus 258 Bytes. Die Datenelemente der Gruppe sind in der folgenden Tabelle dargestellt und nachfolgend erläutert.

            | Kurzbez. |               N a m e                  | Länge | 
            +----------+----------------------------------------+-------+ 
            |          | Auftragskennzeichen                    |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   DST    | - Dienststelle                         |  14   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ANR    | - Auftragsnummer                       |   5   | 
            |          | - weitere Gliederung                   |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   APZ    | Prüfzeichen                            |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ATA    | Auftragsart                            |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Aktualität des Auftrags                |   2   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Integrationshinweis                    |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   BGD    | Nr. der Bezirksgrundstücksdatenbank    |   2   | 
            |          |                              (BGDB)    |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   ATH    | Antragshinweis                         |  11   | 
            |          | Verarbeitungssteuerung                 |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   ATK    | - Auftragskennung                      |   1   | 
            |   FFA    | - Benutzungs-/Fortf.-art               |   8   | 
            |   TXT    | - Text für Ausgabe                     |  32   | 
            |   UEM    | - Verarbeitungsmodus                   |   2   | 
            |   AZA    | - Anzahl der Ausfertigungen            |   2   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Auftragsinhalt                         |       | 
            |          | - Punktdatenkennung                    |   2   | 
            |          | - Datenkennung-ALK                     |   2   | 
            |          | - Messungselementekennung              |   2   | 
            |          | - Datenkennung-DLM                     |   2   | 
            |          | - Datenkennung-DKM                     |   2   | 
            |          | - unbelegt                             |  50   | 
            |          |                                        |       | 
            |   MSA    | Meridianstreifensystem der Ausgabe     |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   VHW    | Verarbeitungsstop                      |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |          | Verarbeitungsstatus                    |       | 
            |   ohne   | - Ausgabe                              |   1   | 
            |   ohne   | - Ergebnis des Verarbeitungsschrittes  |   1   | 
            |   ohne   | - Art des Verarbeitungsschrittes       |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | höchste EDBS-Satznummer der weiteren   |   6   | 
            |          | EDBS-Sätze (Eingabe)                   |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Anzahl der weiteren EDBS-Sätze (Ausgabe)   6   | 
            |          |                                        |       | 
            |          | Datumsgaben                            |       | 
            |   ohne   | - Ersteintrag in das Auftragsbuch-LK   |   6   | 
            |   ohne   | - Letzte Verarbeitung                  |   6   | 
            |   ohne   | - Ausgabe der erledigten Auftrages     |   6   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ZSP    | Zuständige Stelle-Punktnummern         |  14   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Plausibilitätssteuerung                |  12   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Hinweis für Geometriebehandlung        |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |          |                                        |       | 
            |          | Folgeverarbeitung                      |       | 
            |   LTE    | - logischer Terminalname               |   8   | 
            |          |        (Ergebnidaten)                  |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   FPE    | - Folgeprogramm                        |   8   | 
            |          |        (Ergebnisdaten)                 |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   LTK    | - logischer Terminalname               |   8   | 
            |          |        (Verarbeitungsprotokoll)        |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   FPV    | - Folgeprogramm                        |   8   | 
            |          |        (Verarbeitungsprotokoll)        |       | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Prioritätssteuerng                     |   1   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ohne   | Auftragssteuerung                      |  10   | 
            |          |                                        |       | 
            |   ATR    | Antragsnummer                         |  10   | 
            +----------+----------------------------------------+-------+ 

 


 
 
 

Logische Datenstruktur Grundrißdatei 


 
 

Für den Bereich „Liegenschaftskataster" sind Objektbildung und Objektabbildung im OSKA bzw. OBAK festgelegt. Die Informationen werden dort und in der EDBS in Standardaggregaten abgespeichert. Für die Liegenschaftskarte wurden folgende Standardaggregate festgelegt:
 

Aggregat Bedeutung
ULOB0000 Grundrißkennzeichen (Objektkoordinate)
ULOB1000 Endpunkt der Linie und Art der Geometrie
ULOB1100 Funktion der Linie
ULOB1200 Parameter
ULOB2000 Funktion des Objekts
ULOB2100 Besondere Information zum Objekt
ULOB2110 Geometrieangabe
 
EDBS-Aufbau

1.3 Beispiel EDBS-Auftrag

Im folgenden Ausschnitt ist eine EDBS-Auftrag als Ausgabe der ALK-Datenbank aufgeführt. Als erster Datensatz ist der Auftragskennsatz mit dem Operationsschlüssel AKND zu erkennen, der den Auftragsbeginn kennzeichnet und Kenndaten des Auftrags enthält. Bei der Ausgabe ist der Name der Information immer mit "ULQA0000" belegt. Als Dateninhalt werden die im Auftragsbuch-LK gespeicherten Daten übergeben. Das Suchkriterium ist nicht belegt.

Im zweiten Satz kennzeichnet die Operation BKRT die Übergabe des Gebiets, für das Benutzungsdaten aus der Grundrißdatei ausgegeben werden. Name der Information ist "IBENKRT". Als Dateninhalt werden die Koordinaten der linken, unteren und rechten, oberen Blattecke im Format "Numerierungsbezirk" und "Koordinate im Numerierungsbezirk" übergeben. Ein Suchkriterium ist nicht vorhanden.

Der dritte EDBS-Satz ist 532 Byte lang. Die Operation BINF wird verwendet, um Auftragstextdaten für die Aufbereitung der Ergebnisdaten zu übermitteln (Informationsname "ULOTEX", wie im Beispiel ersichtlich) oder auf unzulässige Anforderungen in der Benutzungsanforderung hinzuweisen ("ULBENFOL", "ULBENGEO", ULBENOBJ"). Ein Suchkriterium wird bei der Ausgabe nicht übergeben.

Die Folgesätze sind durch die Operationsart BSPE gekennzeichnet. Durch sie werden Ergebnisdaten der Benutzung aus den Primärdateien übergeben. In der EDBS-Satznummer ist die Nummer des EDBS-Satzes der Eingabe vermerkt, durch die die Ausgabe der Ergebnisdaten veranlaßt wurde. Der Name der Information –hier ULO8ALK– ist abhängig von dem Informationsnamen, der bei der Anforderung der Benutzungsdaten aufgeführt wurde. Als Inhalt der Information wird die Dateneinheit ULO8ALK ausgegeben, beginnend mit dem Wiederholfaktor "0001". Das Suchkriterium entfällt.

Der EDBS-Auftrag wird mit dem Auftragsendesatz abgeschlossen.
 

EDBS-Aufbau (Beispiel)
 

Den Aufbau von Fortführungssätzen zeigt folgende Graphik:
Ein weiteres Beispiel für Folgesätze finden Sie hier.
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Beispieldaten

Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, http://www.lverma.rlp.de/datsatz.htm
EDBS_Beispieldaten des Vermessungs- und Katasteramts Bochum: http://www.bochum.de/vermessungsamt/ver4.htm

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Werkzeuge

Unter http://www.krz.de/alk finden sie einen Download und eine Beschreibung des Programms "EDBS-Werkzeug" (Ankündigung unter http://www.gis-news.de/news/edbstool_xml.htm).

Funktionen sind u.a.


Unter http://www.rinners.de/edbs/ steht der ATKIS-Reader EDBS_extra von Claus Rinner zum Download bereit.

EDBS_extra ist ein ANSI-C-Programm, das EDBS-Aufträge mit ATKIS-Daten abarbeitet, und die darin enthaltenen Geometrie-, Topologie- und Sachinformationen 'lesbar' abspeichert, wobei die Geometriedaten für den Import mit der Funktion GENERATE von Arc/Info vorbereitet sind. Durch Anwendung von UNIX-Shell-Skripten und Batchdateien können die konvertierten EDBS-Daten in Arc/Info eingelesen oder anderweitig genutzt werden.



 
Literatur

Verfahren Bezieher Sekundärnachweis ( http://www.vkv-ni.de/allgemein/druckschriften/bezieher_sekundaernachweis.pdf)

H.-W.: Die "Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) - Überblick -. NÖV NRW 2-3/1987, S. 64 -88

Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1989: Entwurf Vorschriften für die Bildung und Abbildung von Objekten der Automatisierten Liegenschaftskarte in Nordrhein-Westfalen - Objektabbildungskatalog Liegenschaftskataster NRW - (OBAK-LiegKat NRW), Rd.Erl. d. Innenministeriums - III C 3 - 7118 -, Stand 1.6.1994

Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1989: Entwurf Vorschriften für die Verschlüsselung der Grundrißojekte des Liegenschaftskatasters in Nordrhein-Westfalen - Objektschlüsselkatalog Liegenschaftskataster NRW - (OSKA-LiegKat NRW), Rd.Erl. d. Innenministeriums - III C 3 - 7118 -, Stand 1.6.1994

[NRW 1994c] Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1989: Entwurf Vorschriften für das automatisierte Zeichnen der Liegenschaftskarte in Nordrhein-Westfalen - Zeichenvorschrift-Aut NRW - (ZV-Aut), Rd.Erl. d. Innenministeriums - III C 2 - 7118 -, Stand 1.6.1994

Bayerisches Landesvermessungsamt: Richtlinien zum Datenaustausch für das amtliche Grundstücks- und Bodeninformationsystem (DatRi-GRUBIS), Stand: 25. Juni 1993

Landesvermessungsamt Baden-Württemberg: Schnittstelle der zentralen Grundrißdatenbank BW (BGRUND-Schnittstelle), Stand 30.10.90

Federal Geographic Data Committee, 1994: Content Standards for Spatial Metadata. Draft, January 25, 1994

Moegerle, N., Schüller, K., 1993: Kommunikationswerkzeuge mit unterschiedlichen GIS-Systemplattformen zum Austausch raumbezogener Daten. GIS 5, S. 13 -17

Ramirez, J. R., 1991: Understanding Universal Exchange Formats. Photogrammetric Engineering & Remote Sensing. Vol 57, No. 1, Jan. 1991, S. 89 - 92

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