GIS-Austauschformate ...

BGRUND

Das Austauschformat der Vermessungsverwaltung in Baden-Württemberg


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Übersicht:


Bezeichnung BGRUND-Schnittstelle
Allgemeine Beschreibung: BGRUND dient dem Datenaustausch von Grundrißdaten der Automatisierten Liegenschaftskarte Baden-Württemberg (ALK-BW) im Rahmen der derzeitigen Verfahrenslösung (Stand 24.03.1994).
Bedeutung: Baden-Württemberg
Struktur vektororientiert, mit unvollständiger Topologie
Historie: Stand 24.03.1994
Zuständigkeit Landesvermessungsamt Baden-Württemberg
Büchsenstraße 54
D-70174 Stuttgart
Tel.: 0711 / 123-2875

Quellen:

  • Schnittstelle der zentralen Grundrißdatenbank BW (BGRUND-Schnittstelle), Stand 24.03.94
  • Eingangsschnittstelle zur zentralen Grundrißverarbeitung BGRUND (Eingabe von Objekten und Grenzen in die Grundrißdatei BW), Stand 24.03.94

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Formatbeschreibung


Bei der Beschreibung der Eingabeformate wird folgende Symboldarstellung verwendet:

Großbuchstaben stehen für Steuerzeichen oder Textkonstanten, Kleinbuchstaben bezeichnen Eingabedaten.

2. Vordaten

Vordaten sind

In einem BGRUND-Verfahren ist nur ein Koordinatensystem zulässig.

Das Bearbeitungsgebiet kann durch einen rechteckigen achsparallelen Rahmen oder einen polygonformigen Rahmen mit maximal 20 Punkten definiert werden. Bei polygonförmigen Rahmen kann der erste Punkt am Ende wiederholt werden. Es darf pro Antrag nur ein Rahmen verwendet werden. Für die Vordaten gilt die formale Beschreibung:

ANTRAGSNR antragsnummer RA rechts 1 hoch 1 rechts 2 hoch 2 [rechts 3 hoch } { ... } ks s bzkz punktnummer 1 punktnummer 2 { ... } Hierin bedeuten:

Ein Beispiel für Vordaten ist nachfolgend aufgeführt:

ANTRAGSNR  941114160    4D 111    DIGRAUS 28.03.94
RA         356896000 539491000 356918000 539523000
GK  0 3065      1000  19999699         0          
DIGRAUS  4                                        


Punktdaten


Kennung Bedeutung
G Grenzpunkt
B Gebäudepunkt
T Punkt einer topogr. oder sonstigen Linie
H TP-Hochpunkt
T Trigonometrische Punkte ("T", Spalte 10 der Punktdaten)
A Aufnahmepunkte ("A", Spalte 10 der Punktdaten).
PUNKTDATEN                                        
000195012 356882458 539519930        G      1989G 
000195002 356882470 539519743        G      1989G 
000195015 356882485 539519326        G      1989G 
000195001 356882503 539518862        G      1989G 
000195017 356884853 539518959        G      1989G 
000195016 356886984 539519046        G      1989G 
000196007 356889697 539519157        G      1989G 
000196006 356892222 539519262        G      1989G 
000861007 356893018 539494305        G      1989G 
000861006 356893722 539493116        G      1989G 
000866011 356893979 539492510        G      1989G 
000871016 356894059 539502299        G      1989G 
000871030 356894285 539504522         B     1989GU
000871029 356894389 539503341         B     1989GU
000190027 356894420 539519352        G      1989G 
000871013 356894481 539505206        G      1989G 
000866012 356894608 539491029        G      1989G 
...
000884018 356923343 539523056        G      1993  
000884017 356923580 539525431        G      1993  
PUNKTDATENENDE                                    


3. Gemarkung / Flur


Die Übergabe von Gemarkung und Flur ist den Grundrißdaten voranzustellen. Dabei gilt die formale Beschreibung:

EN gemarkungs- und flurnummer gemarkungsname E

Hierin bedeuten:

Ein Beispiel:

       EM   2105000  Böh               E          


4. Flurstücke

Für die Übergabe von Flurstücken gilt die formale Beschreibung:

EF flurstücksnummer [R wert1] [H wert2] [D wert3]
{punktnummer | rechts G hoch}
{punktnummer | rechts G hoch | K+ | K-}
[{punktnummer | rechts G hoch | K+ | K- | L r | R r}]
[ ... ] E

Hierin bedeuten:

Ein Flurstück kann ein oder mehrere andere (innenliegende) Flurstücke umschließen. Hierzu ist bei der Eingabe des Grenzzugs mittels einer fingierten Grenze die logische Verbindung zu dem innenliegenden Grenzzug herzustellen. Der innenliegende Grenzzug ist im Gegen-Uhrzeigersinn zu umfahren.

4.1 Sachdaten zum Objekt Flurstück

Bei der Übergabe von Flurstücken, deren Objektbildung und Speicherung werden insbesondere folgende Standardannahmen getroffen:

Für die Übergabe abweichender Sachdaten gilt die formale Beschreibung:

AF flurstücksnummer änderungsschlüssel Änderungsdaten E

Hierin bedeuten:

Ein Beispiel für die Übergabe eines Flurstücks mit nachfolgenden AF-Sätzen findet sich in folgendem Ausschnitt eines BGRUND-Datensatzes:

       EF   4751000                               
000041011 000041010 000888013 000189014 000041011 
         E                                        
       AF   4751000        01  03081991          E
       AF   4751000        05      0233           
R35690665 H53952305 D      +0          E          
       AF   4751000        06      0233           
R35690665 H53952305 D      +0          E          


5. Grenzzüge


Für die Übergabe von Grenzzügen gilt die Datenfolge:

EG {objektschlüssel | kein Objektschlüssel}
{punktnummer | rechts G hoch}
{punktnummer | rechts G hoch | K+ | K-}
[{punktnummer | rechts G hoch | K+ | K- | L r | R r}]
[ ... ] E

Hierin bedeuten:

Die Bedeutung der sonstigen Daten entspricht der bei der Übergabe von Flurstücken. Grenzüge, die Bestandteile von Flurstücken sind (Steuerzeichen EF), sind nur dann zusätzlich noch mit EG zu übergeben, wenn sie politische Grenzen oder Katasterbezirksgrenzen sind.


6. Flurstücksnummer zur Objektbildung bei gegebenem Grenzzug

Der komplette Grenzzug muß bereits gegeben sein (z.B. mit Steuerzeichen EG). Die Objektbildung wird nach denselben Regeln wie beim Steuerzeichen EF geführt.

Ausgehend von einer beliebigen Grenze gilt die Datenfolge: EN flurstücksnummer [R wert1] [H wert2] [D wert3] {punktnummer | rechts G hoch} {punktnummer | rechts G hoch} E

Die Flurstücksnummer wird wie bei EF (Nr. 4) positioniert.

Ausgehend von der Flurstückskoordinate gilt die Datenfolge

EK flurstücksnummer R wert1 H wert2 [D wert3] E

Hierin bedeuten:


7. Topographische und sonstiqe Linien

Für Linien gilt die Datenfolge

ET flurstücksnummer objektschlüssel [datum] {punktnummer | rechts G hoch} {punktnummer | rechts G hoch | K+ | K-} [{punktnummer | rechts G hoch | K+ | K- | L r | R r}] [ ... ] E Hierin bedeuten:

8. Gebäude

Für Gebaude gilt die Datenfolge

EB flurstücksnummer gebäudenutzung {Q | Q | N} [hausnummer] {punktnummer | rechts G hoch} {punktnummer | rechts G hoch | K} {punktnummer | rechts G hoch | K} {punktnummer | rechts G hoch | K} [ ... ] E Hierin bedeuten:

Das Gebäude kann Innenhöfe enthalten: Hierzu ist bei der Eingabe des Umrisses mittels einer fingierten Gebaudeflucht die logische Verbindung zum Innenhof herzustellen; der Innenhof ist im Gegen-Uhrzeigersinn zu umfahren. Das Programm nimmt grundsätzlich Standardschraffur bezogen auf die erste Gebäudeumrißlinie an. Soll die Schraffur hinsichtlich Strichbreite oder Art (parallel, senkrecht oder schräg) anders gespeichert werden oder soll sie sich auf eine andere Gebaudeumrißlinie beziehen, so ist nach dem Endpunkt der Gebäudeumrißlinie, auf die sich die Schraffur beziehen soll, das Steuerzeichen S2, S4, P2 oder Q2 zu übergeben. Soll keine Schraffur durchgeführt werden, so ist nach einer beliebigen Gebäudeumrißlinie das Steuerzeichen SO zu übergeben.

  1. Vordaten
  2. Flurstücke (EF)
  3. Sachdaten zum Objekt Flurstück (AF)
  4. Grenzzüge (EG)
  5. Flurstücksnummer (EN)
  6. Topographische und sonstige Linien (ET)
  7. Gebäude (EB)
  8. Positionierung Hausnummer und Gebäudenutzung (VH / VA)
  9. Texte (EX)
  10. Punktnummern zur Beschriftung AP und TP (EV)
  11. Punktnummern zur Beschriftung sonstiger Punkte (EU)
  12. Genauigkeitsstufe und Abmarkungszustand nicht numerierter Grenzpunkte (AP)

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raumbezogene Datenverarbeitung


Beispieldaten


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Literatur


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